Kategorie-Archiv: Musik

Art Garfunkel und das Glück

Es folgt ein wunderschöner Beitrag über Art Garfunkel. Das ist der eine Teil des Duos Simon & Garfunkel, die mit so schönen Balladen wie „Bridge over Troubled Water“ oder „Sounds of Silence“ weltberühmt wurden.

Wenn Sie wissen möchten, warum Art Garfunkel seit 1998 Europa auf seinen zwei Beinen durchquert, warum er ständig Listen macht, zum Beispiel „wie lange Dinge dauern“ oder „alle meine Bücher, die ich jemals gelesen habe“, was er von seiner On-Off-Beziehung zu seinem musikalischen Partner Paul Simon hält oder warum er im Jahre 2010 plötzlich nicht mehr singen konnte, dann folgen Sie mir bitte hier entlang…

Am 20. März war der Tag des Glücks. Haben Sie’s gemerkt? Aus diesem Anlass haben die Vereinten Nationen die glücklichste Playlist der Welt veröffentlicht, auf der viele Prominente einen Song vorstellen, der sie ganz besonders glücklich macht. Einen Auszug davon gibt es hier…

Winter Wonderland mit Paul Carrack

Hier noch ein Geschenk-Tipp im Bereich Musik. Vielleicht hat der eine oder andere Spätentschlossene seine Weihnachtsliste noch nicht vollständig abgehakt und sucht noch ein passendes Geschenk. Hier ist es: Winter Wonderland mit Paul Carrack und der SWR Big Band. Meine absolute Lieblings-CD in der Weihnachtszeit. Zugegeben, die CD ist nicht mehr ganz neu, aber die Songs sind echte Weihnachtsklassiker und die kann man bekanntlich immer hören. Wunderschön arrangierte Songs, wie White Christmas, Have Yourself a Merry Little Christmas, Let it Snow oder Rocking Around the Christmas Tree sind darauf zu hören. Paul Carrack macht dieses Album mit seiner gefühlvollen, souligen Stimme zusammen mit dem swingenden Big Band Sound des SWR-Orchesters für mich zu einem unverzichtbaren Hörgenuss in der Weihnachtszeit. Unbedingte Kaufempfehlung!

Ein Weihnachtssong der ganz anderen Art gibt es von der Kölner Band Erdmöbel, hier im Duett mit der Schauspielerin Maren Eggert.

 

 

Happy Birthday Udo Jürgens

Noch ein Geburtstagskind. Udo Jürgens feiert heute seinen 80. Geburtstag. Man mag es kaum glauben. Udo Jürgens begleitet mich seit meiner Kindheit. Seine zahlreichen Hits aus den 70er und 80er Jahren, wie „Aber bitte mit Sahne“ oder „Griechischer Wein“ oder „Ein ehrenwertes Haus“ kennt doch fast jeder und man kann sie immer noch relativ textsicher mitsingen, falls sie mal wieder im Radio gespielt werden. Aber Udo ist und kann mehr als ein Schlagersänger. Seine Texte, die mal poetisch, mal messerscharf und sehr kritisch, und in ihrer schlichten Wahrheit genau den Nagel auf den Kopf treffen, höre ich gelegentlich richtig gerne. Ich bin kein großer Udo-Jürgens-Fan aber ich gebe zu, dass mich seine Art zu singen, sein engagiertes Auftreten und die Tatsache, dass er sich in keine Schublade stecken lässt und einfach Udo ist, auf irgendeine Art emotional sehr anspricht.

Vor einigen Jahren las ich seine Autobiographie „Der Mann mit dem Fagott“ und konnte das Buch (fast) nicht mehr aus der Hand legen. Ich hatte nicht erwartet, so eine spannende, ehrliche und gut erzählte Lebensgeschichte vorzufinden, die bis ins Russland des frühen 20. Jahrhunderts reicht, wo Udos Familie väterlicherseits herstammt. Er verbrachte eine wunderschöne Kindheit auf einem herrschaftlichen Gut in Kärnten in Österreich, erlebte jedoch als Kind auch den Krieg und die Flucht während des 2. Weltkriegs. Er wusste schon immer, dass er Musik machen möchte und setzte diesen Berufswunsch gegen den Willen seiner Eltern und seiner ganzen Familie durch. Lange musste er auf seinen Durchbruch warten, der ihm erst mit Anfang 30 durch seinen Sieg beim Eurovision Song Contest 1966 gelang.

Wenn man Udos Biografie liest oder auch Interviews mit ihm hört, fallen seine Lebensweisheiten, aber auch seine Fähigkeit zur Selbstreflektion positiv auf. Er ist einer, der es krachen ließ, er hat oft über die Stränge geschlagen, aber er wusste sich immer richtig einzuschätzen. In einem Bericht zu seinem 80. Geburtstag meinte er einmal, dass er irgendwann kapiert habe, dass die Menschen nicht von seiner Person fasziniert sind, sondern von seinen Liedern. Nicht wegen ihm kommen die Leute (immer noch) in seine Konzerte, sondern seiner Lieder wegen. Und so lange er die Leute mit seinen Liedern glücklich machen kann, solange wird er auch spielen. Auch noch mit 80 . Das ist doch mal eine Aussage. Im Herbst geht er übrigens wieder auf Tournee. Ich freu mich schon.

Poem – Leonard Cohen in deutscher Sprache

Der große Leonard Cohen wurde 80 und zu diesem Anlass gibt es, neben seinem eigenen Album Popular Problems, ein Tribute-Album mit den bekanntesten Cohen-Songs von deutschen Künstlern und in deutscher Sprache gesungen. Eigentlich eine gute Idee, hatte ich gedacht, aber beim ersten Reinhören bin ich mir da nicht mehr so sicher. Leonards unnachahmliche Stimme und seine poetischen Texte, deren Sinn sich einem nicht immer sofort erschließt und über die man herrlich meditieren kann, manchmal zweideutig, manchmal schockierend eindeutig, das kann eine deutsche Übersetzung nicht übermitteln. Die Texte sind stellenweise gut getroffen, stellenweise klingen sie grauenhaft, so dass man am liebsten weg hören möchte. Um eine relativ große Bandbreite zu schaffen, singen auf dieser CD so völlig unterschiedliche Künstler, wie Peter Maffay, Tim Bendzko, Nina Hagen, Anna Loos, Reinhard Mey u.a. Ich möchte hier nicht die einzelnen Interpretationen der jeweiligen Künstler beurteilen, denn ich finde, das ist Geschmackssache. Sicherlich hat jeder so seinen eigenen Musikgeschmack und seine Vorlieben. Wirklich grauenhaft finde ich allerdings die Interpretation von „Hallelujah“ von „Beautiful Losers“ (alle Künstler singen zusammen,  im Stil von Band Aid und U.S.A. for Africa mit „We are the world“). Was damals toll funktionierte und man auch heute immer noch hören kann, geht hier überhaupt nicht. Das ist einfach nur schlimm.
Mein Fazit: diese CD muss man nicht unbedingt besitzen!
Wer noch mehr über die Entstehung dieses Albums erfahren möchte, bitte hier entlang.