Telepathie und Fernheilung

Quantenphilosophie und Spiritualität von Ulrich Warnke

Ehrlich gesagt hatte mich das Thema Quantenphysik bislang eher abgeschreckt, da es mir zu trocken und kompliziert erschien und ich nicht gerade der Wissenschaftstyp bin. Als ich eine Freundin traf, die leidenschaftlich und voller Begeisterung mit einem Bekannten über Quantenphysik diskutierte und ich nichts dazu beitragen konnte außer zu staunen, war klar, ich musste mich über das Thema endlich informieren. Ich kaufte mir das Buch von Dr. Ulrich Warnke “Quantenphilosophie und Spiritualität“, da mich der Titel ermutigte  und nicht zu wissenschaftlich klang.

Das Doppelspaltexperiment, das die meisten vielleicht noch vom Physikunterricht kennen, ist das entscheidende Thema in der Quantenphysik, das bereits vor 100 Jahren von Wissenschaftlern in der „Kopenhagener Deutung“ heiß diskutiert wurde. Durch dieses Experiment kann belegt werden, dass wir als menschlicher Beobachter durch unser Bewusstsein Wellen (Energie) beeinflussen und Materie erschaffen können. Was für mich als Laien zunächst harmlos klang, wurde im Laufe des Lesens immer revolutionärer. Im Klartext heißt das, wir Menschen erschaffen unsere eigene Welt. Der Geist steht über der Materie oder wie es der Autor ausdrückt „Alles entsteht durch Bewusstsein“.

Herr Warnke beschreibt viele Experimente der Quantenphysik, die letztendlich die Lehren der Weltreligionen und die vieler esoterischen Weisheiten eindrucksvoll beweisen.
Gedankenübertragung, Fernwahrnehmungen, Heilkünste, Beeinflussung von Maschinen und noch vieles mehr obliegt dem menschlichen Geist. Je länger ich las, umso mehr musste ich staunen. Herr Warnke führt uns auf spielerische und zugleich spannende Art durch die Quantenwelt, in der alles möglich ist. Naturwissenschaftliche Gesetze werden durch die Quantenphysik in frage gestellt oder aufgehoben. Selbst Einsteins Feststellung „Die Natur existiert unabhängig von einem Bewusstsein und materielle Objekte haben eigene Merkmale.“ hält der Autor für einen Trugschluss.

Naturwissenschaftler kommen mittlerweile an den eindeutigen Ergebnissen der Quantenphysik nicht mehr vorbei, in der Zeit und Raum irrelevant sind und nur das JETZT zählt. Sie haben sich notgedrungen auf den Standpunkt zurückgezogen, dass die Ergebnisse der Experimente nur in der Quantenwelt Gültigkeit haben, nicht jedoch in unserer Realität der groben Materie. Wo die Grenze ist, und warum diese sei, können sie jedoch nicht beantworten. Ich denke, die Grenzen sind lediglich in unserem Kopf. Wir haben es selbst in der Hand, diese aufzulösen.

Neben Herrn Warnkes Buch der Quantenphilosophie ist das bekannte Werk von Olaf Benzinger „Schrödingers Katze: Einführung in die Quantenphysik“, zwar härtere Kost, jedoch optimale Ergänzung zu diesem Thema. Danach kennt sich der Leser umfassend mit dem Thema aus. Spirituell Interessierte und Esoteriker finden sich durch die Quantenphysik eindrucksvoll bestätigt. Zufälle sind z. B. nichts anderes als Ereignisse, die wir selbst auslösen und bestimmen. Wünsche und Bestellungen ans Universum sind ebenso real, vernünftig und umsetzbar. Der Glaube kann tatsächlich Berge versetzen, das ist klar geworden. Das Buch von Herrn Warnke ein absolutes MUSS für alle, die sich schon längst mit dem Thema Quantenphysik beschäftigen wollten.

Liebe deinen Schatten

Das Schattenprinzip von Rüdiger Dahlke – Die Aussöhnung mit unserer verborgenen Seite

Dieses Buch steht schon länger in meinem Regal. Eigentlich schon über zwei Jahre. Und es wird immer mal wieder herausgeholt. Ich habe es gekauft, weil mich der Titel neugierig machte. Der Schatten. Das klingt irgendwie geheimnisvoll. Und Aussöhnung kann ja nie schaden. Im Klappentext steht dann noch:
„Der Schatten ist der eigentliche Schlüssel zum Leben. Alles, was uns an anderen stört oder besonders fasziniert, weist auf eigene verborgene Seelenanteile hin, sei es in einer verdrängten Seite oder einer ungelebten Sehnsucht.“
Mich stört eigentlich sehr viel an anderen und schnell bin ich von jemandem fasziniert. Da schien ich doch der perfekte Käufer für dieses Buch zu sein.

Ich sage es schon mal vorweg: Um den größtmöglichen Nutzen aus diesem Buch zu ziehen, sollte man es nicht in einem Rutsch an einem lauen Sommerabend lesen, wenn grade nichts im Fernsehen läuft, sondern man sollte damit arbeiten. Das klingt erst mal sehr öde. Hab ich auch gedacht. Aber je mehr ich mich mit den einzelnen Übungen beschäftigt habe, desto mehr Spaß hat es gemacht, mich selbst zu entdecken.

Herr Dahlke empfiehlt, ein Schattentagebuch zu führen, um seine Gedanken darin festzuhalten. Am Anfang kam dann gleich die Frage: „Gibt es etwas in meinem Leben, das Zufriedenheit, Gesundheit und Glück im Wege steht?“
Hm. Da gibt es ziemlich viel, was mir im Wege steht, einschließlich mir selbst. Ich fing an nachzudenken. Nach kurzer Zeit sprudelte es nur so aus mir heraus und geradewegs in mein Schattentagebuch. Das war sehr befreiend. Es konnte ja außer mir niemand lesen.

Die Kernaussage von Herrn Dahlke ist, dass wir unseren Schatten ein Leben lang verdrängen. Das fängt schon in unserer Kindheit an. Da dürfen wir viele Eigenschaften, die wir in uns haben, nicht leben, z.B. Aggression, Kreativität, Sexualität etc. Wir merken sehr schnell, was angebracht ist und was nicht und packen bestimmte Eigenschaften in einen schwarzen Schattensack, der im Laufe unseres Lebens immer dicker und schwerer wird. Spätestens, wenn wir einen Partner haben, oder einen Beruf oder Kinder, wird der Sack immer voller. Wir passen uns an, denn wir möchten geliebt und geachtet werden. Das ist halt so. Das Problem mit dem Sack ist aber, dass er irgendwann zu explodieren droht. Dann laufen Menschen Amok, bekommen Krebs, werden süchtig oder verfallen in eine tiefe Depression. Beispiele gibt es da genug.

Die beste Therapie besteht also darin, sich seinen dunklen Seiten zu stellen. Hierzu gibt es in diesem Buch eine ganze Menge Möglichkeiten.

Eine der schönsten Übungen für mich war es, eine Liste zu erstellen mit allen negativen Eigenschaften, die mich an meinen Mitmenschen stören, z.B. egoistisch, unehrlich, feige, dumm, nachtragend, besserwisserisch, eifersüchtig, starrsinnig etc. Man kennt das ja alles. Auf die andere Seite kommen dann Eigenschaften, die man an anderen bewundert. Die Negativliste wurde sehr schnell sehr lang, bei der Positivliste hatte ich da mehr Mühe. Danach sollte man jede einzelne negative Eigenschaft auf sich wirken lassen und siehe da, es kamen sehr schnell Situationen hoch, in denen man selbst egoistisch, unehrlich, feige, dumm usw. war. Das macht demütig und etwaige Vorwürfe an die Mitmenschen schrumpfen sehr schnell dahin. Die Positivliste wird natürlich auch abgearbeitet. Da stehen dann solche Eigenschaften, wie verlässlich, ehrlich, authentisch, großzügig, klug, mutig, tolerant usw. Es ist schön, sich vorzustellen, was denn wäre, wenn ich XX endlich einmal ehrlich meine Meinung sagen würde. Wenn ich mutig genug wäre, eine Entscheidung zu treffen, die schon längst überfällig ist….

Als Zugabe zu diesem Buch gibt es noch eine CD, auf der Herr Dahlke mit seiner angenehmen Stimme dazu einlädt, sich über das eine oder andere Schattenthema in geführten kurzen Meditationen zu nähern.

Fazit: Wer mutig genug ist, in sein dunkles Schattenreich abzutauchen, wird am Ende viel Licht sehen!

Tamaya